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Normale Version: Stromkosten auf den Philippinen
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Also, wer neu auf den Philippinen ist, wundert sich erstmal über die massive hohen Stromkosten, auf die durchschnittlichen Einkommen gerechnet. (klar kommt es auf den Verbrauch an, die Beispiele die ich hier anführe sind aber der eher normale Verbrauch einer Familie mit 1 Kind plus 1 Maid, mit AC in jeden Schlafzimmer und im Wohnzimmer, mit vielleicht etwas mehr and Gadgets und Computer Equipment als üblich, aber das fällt eher nicht so ins Gewicht sage ich jetzt mal).

Und ja, Metro Manila ist eben anders, ist mir klar das in der Provinz die Rechnungen niedriger sind.

Vergleiche von ein paar Condos wo wir entweder gewohnt haben, oder eine Unit haben die wir vermieten. Und bei manchen wundert man sich wirklich, man sieht auch das Leed Green Building Certification doch mehr als das Papier wert ist auf dem es gedruckt ist. 

  1. Serendra in BGC, 3 Bedroom Unit, ca 157 m2, üblicherweise waren es um die 7000 bis 8000 PHP, letzte Rechnung im Juni: 11500 PHP (siehe attachment mit breakdown, in Serendra kommt die Rechnung nicht direkt von Meralco, aber die geben einfach nur die Kosten weiter, daher ist Serendra auch noch im eher günstigen Bereich bei Electricity) 
  2. Essensa in BGC, 3 Bedroom Unit, ca 197 m2, üblicherweise zwischen 17000 und 20000 als wir dort gewohnt haben, letzes Highlight berichtet von einem Freund der dort jetzt in einer vergleichbaren Unit wohnt, vom Juni, 33000 (ja, für 1 Monat, da zahlt mancher die gesamte Miete damit Bekloppt3 ). Wir sind dort auch nach 1 Jahr ausgezogen (2017 bis 2018), super schöne Units, Amenities sind auch spitze, aber das ist eines der ersten Condos in BGC gewesen und die Wahl mit diesen Deckenkassetten als Klimaanlage ist scheinbar nicht besonders schlau gewesen
  3. Gramercy Residences i Makati, ca 140 m2, üblicherweise 9000 bis 11000 PHP (das war 2014 bis 2017)
  4. Arya Residences, BGC (LEED Green Building Certified), 2 Bedroom, ca 127 m2, unser Mieter zahlt zwischen 4000 und 6000 PHP (!)
  5. Unser Haus in Batangas: 1500 Grins ... - aber dort sind wir praktisch nie.
Was ich damit aber sagen will, Strom ist auf den Philippinen schon extrem teuer wenn man bedenkt was das durchschnittliche Einkommen ist. 

Die Wohnung zahlt die Firma als teil des Gesamtpakets, den Strom aber nicht, daher sind wir aus Essensa auch nach einem Jahr raus. Solange die Firma die Wohnung zahlt ist es für uns halt leistbar in einer besseren und wesentlich grösseren Unit zu Wohnen, wir haben zwar vor 3 Jahren eine Unit in Arya gekauft, die vermieten wir aber bisher nur. 

Wer hat noch horrende Stromkosten, vor allem seit Covid und Meralco fuck up?

Was ich immer krass finde, ist die "Recovery Charge" die zb Meralco verrechnet, diese ist so etwas wie eine Line Loss Charge, um den Strom zu bezahlen, den andere illegal abzapfen. Only in the Philippines.  Tongue Tongue

Was sind so eure Erfahrungen? Ich weiß, das viele Expats die in der Provinz leben in Solaranlagen investieren und scheinbar rechnet sich das?  

[Bild: 25-07-2020-11-24-11-REC.png]
Du zahlst PHP 7,70 pro KW. Das ist im Vergleich zu anderen Orten auf den Philippinen 'relativ günstig'. 
In Puerto Galera kostet 1 KW 10.- PHP (bei einem Verbrauch von 115 KW/Monat).
(25-07-2020, 07:49)AlexSchumacher schrieb: [ -> ]Du zahlst PHP 7,70 pro KW. Das ist im Vergleich zu anderen Orten auf den Philippinen 'relativ günstig'. 
In Puerto Galera kostet 1 KW 10.- PHP (bei einem Verbrauch von 115 KW/Monat).
Daher sagte ich, Serendra ist noch eher günstig im Vergleich. 

10 PHP pro KW ist dann in etwa so wie der Strompreis in Wien denke ich? Vor ein paar Jahren zumindest hab ich mal gesehen das er dort jetzt so bei 19 cent pro kwh liegt. 

Wenn man die Einkommensstruktur berechnet, schon sind aber selbst 7 schon recht heftig.
Kann es sein, dass der Preis von 10 Piso/Kwh dadurch zu stande kommt, dass die Gemeinkosten immer gleich sind und bei einem niedrigen Verbrauch einfach durchschlagen?
Wir haben auch über 10 Piso/Kwh bei 231 Kwh im Monat bei Zameco in Subic...zahlen dort aber auch bereits 5.7523 je Kwh reinen Strompreis.
1,500 kWh pro Monat für ein Condo? Das ist aber heftig. Das tut weh ...
Wir haben hier in DE mit elektrischer Heisswasserproduktion und 2 ACs, die nur im Sommer laufen (da aber auch fast täglich) ca. 5.000 kWh - im Jahr ...
Was ich in meinem Haus auf den Phils damals hatte (24/7 A/C), habe ich schon vergessen, ich glaube aber deutlich unter 1,000. Allerdings haben wir mit Gas gekocht.
(25-07-2020, 19:21)Speedy schrieb: [ -> ]1,500 kWh pro Monat für ein Condo? Das ist aber heftig. Das tut weh ...
Wir haben hier in DE mit elektrischer Heisswasserproduktion und 2 ACs, die nur im Sommer laufen (da aber auch fast täglich) ca. 5.000 kWh - im Jahr ...
Was ich in meinem Haus auf den Phils damals hatte (24/7 A/C), habe ich schon vergessen, ich glaube aber deutlich unter 1,000. Allerdings haben wir mit Gas gekocht.
Wir haben hier vor Corona auch um die 700 bis 900 kwh verbraucht. Klar, jetzt ist der Junior nicht in der Schule, ich arbeite von daheim. Gekocht wird 3 mal mehr (elektrisch) und ich Backe jetzt Brot und so. Also 2 Schlafzimmer mit AC mehr oder weniger 24/7 und in meinem Home office und dem Wohnzimmer sicher auch 12 oder mehr Stunden pro Tag, plus das kochen, und,  vor Corona haben wir auch einen Großteil der Wäsche vom Laundry Shop machen lassen, jetzt also praktisch täglich Waschmaschine. 

Hab hier mal eine Rechnung aus 2019 rausgesucht, war knapp 6000 PHP. Das war eine der niedrigsten hier in Serendra, das war auch für Februar/März wo es noch recht kühl ist draußen. Problem hier in vielen Condos, die fehlende Isolation.

[Bild: 26-07-2020-06-53-26-REC.png]
Ich habe mich auch immer über die relativ hohen Stromrechnungen gewundert. Ich hatte auch mal die Rechnung fotografiert, finde sie im Moment aber nicht. Im Zusammenhang mit der Pleite eines Stromversorgers bei uns in Bicol zeigten sich ein paar Gründe.

Schlamperei, weil man bei Stromkunden, die schon Monate mit der Zahlung rückständig waren, keine Mahnungen erfolgten und die Rückstände nicht eingetrieben wurden. Teils wurde noch nicht mal der Strom abgestellt. Dann wird dort viel Strom verbraucht und nicht bezahlt, indem er illegal abgezweigt wird. Das müsste mehr verfolgt und ggfls. bestraft werden. Teure, uneffektive Verwaltungen weil staatlich und - ein ganz wichtiger Punkt - weil Konkurrenz fehlt.

Wir haben in Bicol nur einen Stromanbieter, der ein Monopol hat. Wer ein Anliegen hat, muss weit fahren, im Büro Schlange stehen, danach Formulare ausfüllen, was man will, nochmals zurück in die Schlange und erst dann bekommt man, wenn man Glück hat, eine mehr oder weniger kompetente Beratung. Mit anderen Worten, eine Servicewüste. Das tut weh ...

Und der Knaller, wenn ein Stromanschluss umgemeldet werden muss, beispielsweise von meiner Schwiegermutter auf uns, muss vorher ein Stromseminar besucht werden... Groehl 

Wenn bei dem teuren Strom wenigstens die Leistung entsprechend wäre. Aber immer noch gibt es Stromausfälle. Nun ja, it's more fun in the Philippines.