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Normale Version: Minigeschichten von den Philippinen
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Hier können wir die Minigeschichten aus dem alten Forum fortsetzen. Lächeln ... Ich fang mal an.

Aus dem Verkauf eines alten Familiengrundstücks hatte jeder der Verwandten etwas Geld bekommen, so auch eine Schwägerin. Sie hatte dann die lobenswerte Idee, das Geld (ein überschaubarer Betrag, keine Riesensumme) zu vermehren, indem sie es Freunden und Bekannten, die kurzfristig Geld brauchen, gegen Zinsen ausleiht. Weil kaum jemand dort spart, ist das ein gefragtes Geschäftsmodell. Nur man muss halt vorsichtig sein, an wen man das Geld ausleiht.

Eines Tages sprach dann eine weitläufige Verwandte vor. Gleicher Familienname, gleicher Wohnort, aber eine entfernte Strasse - man kennt sich nicht persönlich. Diese Dame hat dann einiges von unserer Familie erzählt, sie würde meine Frau und mich kennen, auch meinen Schwiegervater und die Familie. Und natürlich, sie benötigte kurzfristig nur für etwa eine Woche Geld, 6.000 Pesos. Zur Sicherheit hat sie dann eine Halskette als Pfand hinterlegt. Und weil ja die Familien zusammenhalten, auch die Verwandten, die man noch nicht kennt, hat die Schwägerin ihr den Betrag mitgegeben.

Ihr könnt schon ahnen, natürlich wurde nicht gezahlt.  Aua! Die Dame war auch in der Strasse, wo sie angeblich wohnen würde, unbekannt. Meine Frau und ich konnten uns nicht an diese "Verwandte" erinnern und die Halskette war Fake und hatte keinen Wert. Ich hoffe ja, die Schwägerin findet sie doch noch irgendwo. Aber sie hat Lehrgeld gezahlt und wird künftig nicht mehr so leichtsinnig sein.

Man sieht aber auch, mit welchen Tricks gearbeitet wird... die muss sich doch richtig darauf vorbereitet haben.