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Minigeschichten von den Philippinen
#1
Hier können wir die Minigeschichten aus dem alten Forum fortsetzen. Lächeln ... Ich fang mal an.

Aus dem Verkauf eines alten Familiengrundstücks hatte jeder der Verwandten etwas Geld bekommen, so auch eine Schwägerin. Sie hatte dann die lobenswerte Idee, das Geld (ein überschaubarer Betrag, keine Riesensumme) zu vermehren, indem sie es Freunden und Bekannten, die kurzfristig Geld brauchen, gegen Zinsen ausleiht. Weil kaum jemand dort spart, ist das ein gefragtes Geschäftsmodell. Nur man muss halt vorsichtig sein, an wen man das Geld ausleiht.

Eines Tages sprach dann eine weitläufige Verwandte vor. Gleicher Familienname, gleicher Wohnort, aber eine entfernte Strasse - man kennt sich nicht persönlich. Diese Dame hat dann einiges von unserer Familie erzählt, sie würde meine Frau und mich kennen, auch meinen Schwiegervater und die Familie. Und natürlich, sie benötigte kurzfristig nur für etwa eine Woche Geld, 6.000 Pesos. Zur Sicherheit hat sie dann eine Halskette als Pfand hinterlegt. Und weil ja die Familien zusammenhalten, auch die Verwandten, die man noch nicht kennt, hat die Schwägerin ihr den Betrag mitgegeben.

Ihr könnt schon ahnen, natürlich wurde nicht gezahlt.  Aua! Die Dame war auch in der Strasse, wo sie angeblich wohnen würde, unbekannt. Meine Frau und ich konnten uns nicht an diese "Verwandte" erinnern und die Halskette war Fake und hatte keinen Wert. Ich hoffe ja, die Schwägerin findet sie doch noch irgendwo. Aber sie hat Lehrgeld gezahlt und wird künftig nicht mehr so leichtsinnig sein.

Man sieht aber auch, mit welchen Tricks gearbeitet wird... die muss sich doch richtig darauf vorbereitet haben.
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#2
Es war im Jahr 1994. Mein allererstes mal auf den Philippinen.
Ein Jahr nach unserer Hochzeit konnte ich endlich meine Schwiegereltern und den Rest der Familie kennenlernen.
Im Haushalt der Schwiegereltern fehlte es fast an Allem. So gingen wir dann gleich in der ersten Woche nach Davao zum einkaufen: Messer, Gabeln, Löffel, Teller, Tassen, Kochtöpfe, etc. und weil ich es für sehr praktisch hielt, eine elektrische Doppelkochplatte. (Heute würde ich einen Gasbrenner nehmen, aber ich wusste es damals halt noch nicht besser.)
Wieder zu Hause angekommen packte Schwiegermama im Beisein der gesamten Familie alles sehr erfreut aus.
Dann kam das große Erstaunen über die Kochplatte. Also ausgepackt, hingestellt, den Stecker in die Steckdose und den Drehschalter auf "Ein".
Plötzlich rannten alle ganz schnell aus dem Haus. Ich wunderte mich was denn der Grund für die Panik war, und lief hinterher.
Da sah ich dann wie alle um den Stromzähler herumstanden und schauten wie schnell der sich nun dreht!

Die teure stromfressende Kochplatte wurde dann nur noch für besondere Anlässe benutzt, wie zum Beispiel  zur Fiesta oder zu größeren Familienfeiern...
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